Typografie-Tipps: Was sind variable Fonts?

Schrift: TypoLabs
Schrift: TypoLabs

Ein »Variable Font« vereint eine gesamte Schriftfamilie in einer einzigen Font-Datei. Von Condensed bis Wide, von Light bis Black – alles in ­einem Font und ­stufenlos einstellbar. Somit ist lineares Verbreitern und Verschmälern ­möglich – auch zwischen den bekannten Schrift­schnitten.

Die meisten Variable Fonts basieren auf der Idee von Multiple Master Fonts und der Kalku­lation von ­Zwischenstufen. Hierbei kann ­zwischen zwei Punkten interpoliert oder auch extrapoliert werden. So zeichnet man zum ­Beispiel einen leichten und einen fetten Schnitt (oder einen ­engen und einen weiten Schnitt) und interpoliert zwischen diesen Master-Schnitten, um alle erdenklichen Zwischenstufen zu ­erhalten.

Kleinere Dateigrößen: Einzelne Schriftdateien der FF Meta (links) im Vergleich zur FF Meta Variable (rechts). Kleine Dateigrößen sind vor allem im digitalen Bereich wichtig. Grafik: Philip Walch, aus seinem Buch Very Able Fonts
Kleinere Dateigrößen: Einzelne Schriftdateien der
FF Meta (links) im Vergleich zur FF Meta Variable (rechts). Kleine Dateigrößen sind vor allem im digitalen Bereich wichtig. Grafik: Philip Walch, aus seinem Buch Very Able Fonts

Die Dateigröße eines einzigen Variable Fonts ist viel kleiner als bei einer gesamten Schriftfamilie und ­verbessert so die Ladezeiten und dadurch die Performance einer Webseite.

Nachteilig be­trachtet hat der Anwender mehr Möglichkeiten – und somit auch mehr Möglichkeiten, etwas falsch zu machen. Für ­Personen mit wenig Erfahrung im Umgang mit Schrift kann das ­überfordernd sein.

Mehr Infos rund um Variable Fonts:
abctypo.de/monotype-vf
abctypo.de/microsoft-vf

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